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News rund um die Gesundheit in Mönchengladbach

Foto: Kliniken Maria Hilf

Fr, 07.07.2017

Pflege in der Onkologie – Berechtigtes Schwerpunktthema beim 3. Pflegeupdate

Die Pflegedirektion der Kliniken Maria Hilf lud zum bereits dritten Pflegeupdate in das Krankenhaus St. Franziskus an der Viersener Str. 450 ein und stieß mit dem gewählten Schwerpunktthema auf großes Interesse.

Zu Recht, wie die Ansprache von Prof. Dr. med. Ullrich Graeven, dem Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie, belegte. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Pflegedirektor Thomas Huppers stellte Graeven die wachsende Bedeutung der in der onkologischen Pflege ausgebildeten und eingesetzten Kräfte sowohl unter quantitativen wie auch qualitativen Aspekten deutlich heraus. „Durch die älter werdende Bevölkerung wird es zunehmend mehr Krebspatienten geben“, so Prof. Graeven. „Und der Bedarf steigt weiter, da die Zahl der mehrfach mit einem onkologischen Krankheitsbild stationär aufgenommenen Patienten 2,7-fach höher ist als die Anzahl der diesbezüglichen Neuaufnahmen.“

Sich ständig weiterentwickelnde Krebstherapien erfordern vom Pflegepersonal eine breitere Kenntnis über deren Wirkungsweisen und Nebenwirkungen. Den Aus- und Weiterbildungsbereich für Pflegekräfte decken die Kliniken Maria Hilf deshalb seit Jahren erfolgreich über die hauseigene „KBS“, die Akademie für Gesundheitsberufe ab, welche viele der erfreulich zahlreichen Veranstaltungsteilnehmer selbst besucht hatten. Know-how und darauf basierendes Einfühlungsvermögen sind die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patienten und Pflegekräften. „Dies ist auch insofern relevant, als dass Patienten erfahrungsgemäß bestimmte Fragen und Themen nur mit dem Pflegepersonal besprechen“, so Prof. Graeven. „Somit werden auch fachliche Erwartungen an die Pflege gestellt.“ Verständlich also, wenn die Diskussion um eine akademische Pflegeausbildung weiter an Fahrt gewinnt und zumindest in Teilen als notwendig erscheint. „Allerdings“, so Graeven zu diesem Aspekt weiter, „ löst akademisierte Pflege nicht die täglichen Probleme und darf es nicht soweit kommen, dass es eines Tages mehr Häuptlinge als Indianer gibt“. Und just für deren Leistung bedankte sich Prof. Graeven abschließend gebührend.

Gemäß dem Untertitel der Pflegeupdates „von der Pflege für die Pflege“ wurden acht Vorträge, drei Workshops und eine ganztägige Ausstellung von Infomaterial und Hilfsmitteln angeboten. Themen wie „Nebenwirkungen bei Chemotherapie“, „Ernährungsmanagement bei onkologischen Patienten“ oder „Schmerztherapie in der Palliativmedizin“ machten deutlich, dass Umgang und Pflege mit onkologisch erkrankten Patienten eben spezielles Fachwissen erfordern. Durch Weiterbildung am Beispiel des Pflegeupdate, werden Kompetenz und Qualität in der Pflege erreicht, Kriterien also, die letztendlich in Sicherheit für Patienten und Pflegepersonal münden.

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