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  • Das Team des Adipositas-Zentrums Niederrhein (v.l.n.r.): Oberarzt Dr. Stefan Bollmann, Koordinatorin Ute Fusseck, Chefarzt Prof. Dr. Frank A. Granderath, Fachkoordinatorin Tanja Siekmann, Assistenzarzt Abdulellah Niyaz, Oberarzt Dr. Dietmar Pixner

    Das Team des Adipositas-Zentrums Niederrhein (v.l.n.r.): Oberarzt Dr. Stefan Bollmann, Koordinatorin Ute Fusseck, Chefarzt Prof. Dr. Frank A. Granderath, Fachkoordinatorin Tanja Siekmann, Assistenzarzt Abdulellah Niyaz, Oberarzt Dr. Dietmar Pixner

  • AZN-Kompass, Foto: Adipositas-Zentrum Niederrhein

    AZN-Kompass, Foto: Adipositas-Zentrum Niederrhein

4. Quartal 2017 | Anzeige

Adipositas: OP ist letzter Ausweg

Das Adipositas-Zentrum Niederrhein bietet eine professionelle Begleitung.

Jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist übergewichtig, jeder fünfte adipös. Bei Kindern und Jugendlichen sind rund 15 Prozent übergewichtig, sechs Prozent bereits adipös. Die Gruppe der adipösen und stark adipösen Menschen wächst alarmierend, so dass die Adipositas in den letzten Jahren zu einer Volkskrankheit geworden ist.

Die Diskrepanz zwischen fehlender Akzeptanz und hoher Evidenzlage der operativen Therapie der Adipositas und der assoziierten Erkrankungen ist auf den ersten Blick nicht nachzuvollziehen. Es ist jedoch offensichtlich, dass Vorurteile und Wissenslücken die Adipositas-Therapie immer noch nachhaltig beeinflussen. Zur Verbesserung der Akzeptanz müssen tiefgreifende Veränderungen des gesellschaftlichen Bewusstseins und ein guter Austausch zwischen Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern erreicht werden.

Bedingt durch die Vorgaben des Gesetzgebers und der Krankenkasse bedarf es intensiver Vorbereitung der Patienten und multipler administrativer Wege, um eine Genehmigung für eine Behandlung durch die Kostenträger zu erzielen. Dies gilt sowohl für konservative als auch operative Therapien. Diese Aufgabe erfüllt seit April 2016 Tanja Siekmann als Fachkoordinatorin und Zentrumsleiterin des Adipositas-Zentrums Niederrhein (AZN) am Krankenhaus Neuwerk. Seit Mai 2017 unterstützt sie Ute Fusseck.

Grundsätzlich steht der operative Eingriff als Maßnahme für einen Gewichtsverlust an letzter Stelle der Therapiekaskade. Die Adipositas-chirurgische Operation (bariatrische Operation) sollte nur durchgeführt werden, wenn alle konservativen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion wie Ernährungsumstellung, Veränderung der körperlichen Aktivität sowie entsprechende Verhaltensmodifikation nicht zu einem suffizienten Gewichtsverlust geführt haben. Dieser Therapieverlauf folgt klaren Richtlinien und Kriterien. Nachdem die Richtlinien respektive Voraussetzungen für eine bariatrische Operation nach Fehlschlagen aller konservativen Maßnahmen erbracht worden sind, kann ein Kostenübernahmeantrag an die Krankenkasse für die bariatrische Operation gestellt werden.

Das Team des Adipositas-Zentrums Niederrhein begleitet die Patienten durch die komplette Therapie von Anfang an. Als besondere Serviceleistung haben die Koordinatorinnen Siekmann und Fusseck den sogenannten AZN-Kompass entwickelt. Dieser besteht aus sechs Modulen, die rotierend wiederholt werden. Die Vorträge zu den Themen Einführung in das multimodale Therapiekonzert, Ernährung, Bewegung, bariatrische Chirurgie, das Leben nach einer Operation und plastische Chirurgie finden einmal im Monat statt. Erfahrungen haben gezeigt, dass während der Therapie immer weitere Fragen entstehen, die in den Modulen des Kompasses detailliert beantwortet werden. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

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